Dienstag, 31. August 2010

Die Feigen

Lecker! Die Feigen-Saison hat begonnen. Dazu gleich zwei Rezepte für leckere Vorspeisen an den herbstlichen Sonntagen:

Feigen mit Käse und Honig

Zutaten:
Für acht Portionen

8 blaue Feigen
200 g Ziegen- oder Schafskäse
schwarzer Pfeffer, rosa Pfefferbeeren
2-3 EL Akazienhonig oder Waldhonig

Zubereitung:

Feigen vom oberen dünnen Ende bis kurz vor dem runden Ende kreuzweise tief einschneiden und etwas auseinander drücken. Den Käse grob raspeln und in die Feigen geben. Die Feigen in eine mit Butter gefettete Backform setzen und unter dem vorgeheizten Grill/Ofen etwa fünf Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Zerdrückten schwarzen Pfeffer und grob gemahlene oder zerstoßene rosa Pfefferbeeren darüber streuen. Etwas Honig über den Käse träufeln und noch heiß servieren.


Dazu schmeckt ein guter Tropfen Rotwein Trocken oder Weißwein Halbtrocken.

Wahlweise kann man auch noch eine fruchtige Sauce anrühren und an die Feige träufeln. Ananas passt bestimmt sehr gut dazu. Es ist aber auch ohne Sauce schön saftig.

Feigen mit Gorgonzola

Zutaten:
Für vier Portionen

4 frische Feigen
4 Scheiben Hauchdünn geschnittener Räucherschinken (für den Gourmet auch Prosciutto)
1/2 Teeloeffel Butter
ca. 100ml Sahne
50-80g Gorgonzola

Zubereitung:

Je eine Scheibe Schinken um eine Feige wickeln, mit Zahnstocher oder Rouladennadeln befestigen und in eine leicht gefettete oder beschichtete Backform geben.

In einem kleinen Topf etwas Butter schmelzen, Gorgonzola hinzugeben und Sahne einrühren. Bei kleiner Hitze langsam schmelzen, etwas abkuehlen lassen, bis die Sauce angedickt ist und über die Feigen träufeln. Ein kleiner Rest der Sauce sollte übrig bleiben.

Form mit Alufolie bedecken und im vorgeheizten Ofen bei ca. 180 Grad ca. 5-10 min backen. Folie abnehmen und nochmals 1-3 Minuten backen.

Die Feigen auf Teller anrichten, Zahnstocher entfernen und übrige Sauce darüber träufeln.

Freitag, 27. August 2010

Zum Namenstag




Ich habe heute Namenstag - am Geburtstag meines Bruders. Ein schöner Zufall, aber auch nicht immer unbedingt praktisch, weil die Gottesdienste meistens in die Zeit fallen, wo wir bei Brüderchen eingeladen sind. Heute feiert er nicht, aber auch diesmal konnte ich keinen Gottesdienst besuchen.

Das Mindeste ist dann eben die Monika-Litanei, die ich für heute besonders gerne bete und empfehle:


Litanei zur heiligen Monika

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns! - Christus, erhöre uns!

Gott Vater vom Himmel! - Erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt *
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria - Bitte für uns!
Heilige Maria, ohne Sünden empfangen *
Heiliger Josef, Haupt der heiligen Familie

Heilige Monika, Muster der christlichen Frauen
Heilige Monika, die du durch Beispiel und Gebet die Bekehrung deines Mannes erwirkt hast
Heilige Monika, du Vorbild gottesfürchtiger Mütter
Heilige Monika, du Vorbild gottesfürchtiger Witwen
Heilige Monika, Mutter des heiligen Augustinus
Heilige Monika, die soviel über die Verirrungen ihres Sohnes geweint hat
Heilige Monika, wahrhaft ausdauernd in deinen Gebeten um seine Bekehrung
Heilige Monika, du Schutz deines abwesenden Sohnes
Heilige Monika, der die Versicherung zuteil wurde, dass das Kind so vieler Tränen nicht verlorengehe
Heilige Monika, die den Trost erlebte, ihren Sohn bekehrt zu sehen
Heilige Monika, die sich mit einem solchen Sohne über Gott und das ewige Leben unterhalten durfte
Heilige Monika, die du im Frieden Gottes unter den Gebeten deines Sohnes entschlafen bist
Heilige Monika, die du deine Fürbitte den Müttern nicht verweigern kannst, die beten und weinen wie du
Heilige Monika, die du schon mancher Mutter in ihrer Herzensangst beigestanden hast
Heilige Monika, behüte die Unschuld unserer Kinder
Heilige Monika, erflehe irrenden Kindern die Gnade, dass sie nicht taub bleiben gegen die mütterlichen Ratschläge und nicht gefühllos gegen ihren Schmerz
Heilige Monika, empfiehl die christlichen Mütter der allerheiligsten Jungfrau, der Mutter der Mütter

O Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Verschone uns, o Herr!
O Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Erhöre uns, o Herr!
O Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Erbarme Dich unser!

Lasset uns beten!
O Gott, Du hast Dich der Tränen der heiligen Monika erbarmt und ihr mehr gegeben, als worum sie Dich anflehte.
Du hast ihrem Sohn Augustinus nicht bloss die Gnade der Bekehrung gewährt, sondern ihn zur Höhe der Heiligkeit erhoben.
Lass uns Dich, mildester Vater, für unsere Kinder mit soviel Vertrauen und Demut anflehen, dass wir ihr Heil und
unsere Heiligung erlangen. Darum bitten wir Dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. Amen.

(Nach Josef Weiger, aus dem grünen Büchlein: Gebetsschatz)

Dein Boss ist Piefke?

Linke und anarchistische Splittergruppen hetzen in Wien gegen Papst und Kirche.

Auf österreichischen Kirchenaustritts-Werbeplakaten - die auch schon in Deutschland bekannt geworden sind - findet man neuerdings auch rassistische Hetze vor. Der Satz: "dein Boss ist Piefke?" wird auf den deutschstämmigen Papst bezogen, um hernach den Menschen als einzige Konsequenz den Kirchenaustritt nahe zu legen. Und das von den linken Gutmenschen, die überall Rassismus wittern und Landesgrenzen nicht besonders wertschätzen?

Oder weiß man nicht, dass das Wort "Piefke" ein österreichisches Schimpfwort für Deutsche ist?


Das Gütesiegel auf den Plakaten sagt ja schon aus, was man zu erwarten hat: Anarcho-Yuppies.

Aber wie schaut denn eigentlich das Plakat aus, wenn wir eines Tages mal einen Papst aus Afrika haben? Steht dann auf den Plakaten genau so konsequent: "dein Boss ist Neger?"


Nachruf(e)

Über Alipius habe ich erfahren, dass es nochmals einen Nachruf im Bamberger Heinrichsblatt auf den verstorbenen Pfarrer Melcher, über den ich hier geschrieben habe, gibt. Weil es zeitlich nun auch besser passt, möchte ich hier einige Fotos von der Beerdigung veröffentlichen, die ich freundlicherweise von einer Frau aus der Pfarrei für diesen Zweck erhalten habe.

Das Requiem mit anschließender Beerdigung war am 07.08.2010 und wurde von Pfarrer Tschuschke im Tridentinischen Ritus gefeiert. Obwohl ich nur ein paar Dörfer weiter wohne, konnte ich leider nicht dabei sein, aber die Bilder helfen mir schon Abschied zu nehmen, deswegen nochmals ein herzliches Vergelts Gott an die Fotografin!













UPDATE:
Ein etwas älterer Artikel zum verstorbenen Pfarrer stand in der Zeitung "Fränkischer Tag" und ein weiterer Nachruf in der aktuellen Ausgabe der Bistumszeitung, klicke hier und klicke da.

Montag, 23. August 2010

Impressionen - 14 Sommertage Teil 2


Im Wildpark gibt es nichts zu befürchten,
da kann auch mal ein Wiesent eine ruhige Kugel schieben.


Im Gegensatz zum Gewimmel im Wasser.
Die Saiblinge läuten gerade die fränkischen Wasserspiele ein...


und die Ente ist der Schiedsrichter.


Eine Aussicht, die ich das ganze Jahr über genießen kann.


Saftig gelber Wundklee auf saftig grüner Wiese.


Wilder, aber ganz beruhigend blauer Rittersporn.


Das kleine Salvator-Kapellchen beim Sonnenuntergang.


© Monika

Impressionen - 14 Sommertage Teil 1


Was glüht so feuerrot im Garten und
flirtet mit dem feinen Himmelblau?


Es ist die Pracht der prachtvollen Prunkbohnen.


Ein freundlicher Mannstreu ist auch stets den Bienen treu.


In diesem Hotel sind alle Bienengäste wunschlos glücklich.


Bei gratis Kost und Logis bleiben die Besucher oft
bis in den Altweibersommer zu Gast.


Im Sommer auch ein summendes,
klingendes Sträuchlein - der Ysop.


Gute Nacht, Sonne!


© Monika

Samstag, 21. August 2010

Hatte Jahwe eine Partnerin und ist Maria eine Göttin?

Ja socht amoll, binni im folschen Film, odder wos werd do gschpielt?

Es ist also amtlich, dass mitten im Bamberger Erzbistum dem Heidentum Tür und Tor geöffnet wird. Mit der Erlaubnis von Erzbischof Schick?



Eigentlich wollte ich gar nicht über die Ausstellung "Gott weiblich" im Diözesanmuseum im Erzbistum Bamberg berichten. Nicht gestern, nicht heute und morgen auch nicht. Zuerst dachte ich nämlich, dass ein Bericht darüber nicht notwendig sei, weil man mit dieser Ausstellung nur darstellen möchte, dass Gott auch wie eine Mutter für uns sorgt. Jetzt musste ich mich zum zweiten Mal vom Gegenteil überzeugen lassen und kann dazu nicht mehr schweigen. Egal wie peinlich mir mein pastorales Zuhause mittlerweile geworden ist. Was zu weit geht, geht zu weit.

In dieser Ausstellung befinden sich - unter anderem - Repliken von alten und teils uralten Götzenfiguren in der Form der verschiedenen heidnischen Göttinnen, die in Israel und anderswo verehrt wurden. Aschera bildet man unter folgendem Titel ab: "die Partnerin von Jahwe". Gerade so, als ob der Name "Jahwe"* als archetypisches Prinzip für einen Gott unter vielen anderen Göttern stehen würde und als ob DIESER Gott keine Person wäre, die mehrmals darauf hinwies, welch Gräuel ihm die Götzenverehrung ist.

Dabei - und das möchte ich ganz deutlich herausstreichen - bin ich zur Katholischen Kirche zurückgekehrt, WEIL ich an den Einen, Dreifaltigen und Allmächtigen Gott glaube und WEIL ich es als klare Konsequenz erkannt habe, mich von meinen früheren Götzen zu verabschieden. Und jetzt bin ich in der Katholischen Kirche zu Hause und da treffe ich die alten Götzen schon wieder?! Mitten in einem Bistum, in dem man für Eintrittsgeld Götzen-Figuren anglotzt und diese auch noch mit GOTT in Bezug bringt!

Was tut ihr denn da?!

Beworben und wohl auch initiiert wird das Ganze von einer Frauengruppe innerhalb des Erzbistums, die sich "Frauenpastoral" nennt. Mal ganz abgesehen davon, dass ich eine Frau bin, aber nicht weiß, wozu man eine Frauenpastoral braucht, würde mich interessieren, warum der Erzbischof dies so wohlwollend aufnimmt.

Ich frage mich zudem, ob die vielgepriesene "Ökumene" in Bamberg diese Ausstellung unbeschadet überlebt. Denn in dieser Ausstellung wird auch die Muttergottes in ein Göttinnen-Bild gepackt und kurzum zur alten Göttin stilisiert:

Sonntag, 15. August 2010, um 15 und um 17 Uhr, Diözesanmuseum Bamberg
Thema: „Von der Pflanzengöttin zur Himmelskönigin
Zwei Sonderführungen an Mariae Himmelfahrt mit Katrin Rieger, Diplom-Theologin

Dass jetzt manche Protestanten hergehen und uns durch die Blume vermitteln: "seht ihr, wir haben es doch die ganze Zeit gesagt - die Katholische Kirche betreibt mit ihrem Marienkult reine Götzenverehrung", kann man ihnen vor diesem Hintergrund nicht übel nehmen. Nicht einmal ich kann es ihnen übel nehmen, weil sie in dieser Hinsicht auf die Ausstellung bezogen recht haben. Aber das ist wohl nur ein zu vernachlässigender Nebeneffekt, nicht wahr? Wie sehen das jetzt all die modernen Katholiken, die ihre Kirche lieber protestantisch hätten, als katholisch? Werden die sich jetzt gegen diese Ausstellung wehren, oder sind all diese Leute gar mit den Aktionen der Frauenpastoral sehr zufrieden?

* Der Name Gottes - Jahwe - wird nach jüdisch-christlicher Tradition aus größtem Respekt vor dem Allmächtigen nicht ausgesprochen. Ich halte mich an dieses Gebot und schreibe den Namen nur zu Informationszwecken nieder.